Rund 50 Besucher nahmen am 31. Salemer Dialog teil

v.l.n.r.: Ina Überschär, Lara Kroeg, Julia Helms, Margaret Schlubach-Rüping, Silvia Tessmer und Dr. Brigitte Gemeinhardt. Foto: hfr
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Salem (LOZ). Im Gemeindezentrum Salem fand der 31. Salemer Dialog statt. Zum Thema „Widerstandsfähig in der Krise – Kraft in schwierigen Zeiten“ diskutierten Dr. Brigitte Gemeinhardt, Praxis für Psychotherapie und Supervision, Julia Helms vom sozialpsychatrischen Dienst des Kreises Herzogtum-Lauenburg und Ina Überschär, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Life und Business Coach. Moderiert wurde die Veranstaltung von Lara Kroeg und Margaret Schlubach-Rüping. Circa 50 Besucher verfolgten die Debatte und brachten sich mit einigen anregenden Beiträgen ein.

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Dr. Birgitte Gemeinhardt benannte drei Ansatzpunkte für Resilienz: Wo ist Freude in meinem Leben, habe ich gute und soziale Beziehungen sowie hat mein eigenes Leben einen Sinn. „Ich selber kann etwas bewirken“, so ihr Credo aus der Wissenschaft und ihren vielen Seminaren und Patientenerfahrungen. Wichtig sei auch, ab und zu einmal innezuhalten und sich zu fragen: „Was tue ich eigentlich für mich“. Es sei immer gut, erst einmal aus dem zu schöpfen, was man bereits hat und mitbringt. Manchmal geht es auch darum, Langsamkeit zuzulassen und sich darauf einzustellen.

Julia Helms beschreibt ihre Aufgabe als eine „Feuerlöscherin“ in akuten Notlagen. Der Sozialpsychiatrische Dienst berät, unterstützt und begleitet Menschen mit psychischen Erkrankungen. Gemeinsam mit Kollegen koordiniert und vermittelt Julia Helms alle erforderlichen Hilfen, um diesen Menschen und Angehörigen langfristig ein Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Ihre Tätigkeit sei immer der Dialog, sie müsse von den Menschen hören, was sie wollen. In ganz akuten Fällen kann sie auf Anweisung des Amtsarztes und eines Richters Betroffene in die psychiatrische Station des Krankenhauses in Geesthacht einweisen. Wichtig war ihr zu betonen: „Bei uns kann sich jeder melden“. Noch sind Kapazitäten da, ein Manko sieht sie allerdings in der Betreuung betroffener Demenzkranker im Kreis.

Ina Überschär präsentierte das „Sieben-Säulen-Modell der Stärke“ mit den Schwerpunkten Akzeptanz, Optimismus, Orientierung an einer Lösung, Aufgabe der Opferrolle, Übernahme von Verantwortung, Selbstwirksamkeit und Netzwerkorientierung. Ina Überschär veranschaulichte das Modell an einigen Beispielen und riet, „die Situation in die Hand zu nehmen“. Resilienz sei lernbar, und es sei nie zu spät.

Aus dem Publikum kamen unterschiedliche Anregungen: die Ermutigung durch kleine Glücksmomente, die Kraft stiller Gebete oder auch der Hinweis, dass wir alle die Möglichkeit haben, andere aufzufangen – wenn wir nur genau hinschauen. Herbert Schmidt, Bürgermeister von Salem und einer der Gastgeber gab den Hinweis darauf zu achten, gar nicht erst ins Hamsterrad hinein zu geraten. Den vier neuen Organisatorinnen Barbara Kliesch, Lara Kroeg, Margaret Schlubach-Rüping und Silvie Tessmer gratulierte er zur Auftaktveranstaltung und wünscht sich weitere 30 Salemer Dialoge in den nächsten zehn Jahren.

Kurznachrichten aus der Region


Sprechstunden der Behindertenbeauftragten
Die nächsten Sprechstunden der Kreisbehindertenbeauftragten Kirsten Vidal finden an folgenden Terminen statt:
Donnerstag, 27. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr im Rathaus in Wentorf bei Hamburg, Hauptstraße 16.
Montag, 1. Juli, von 12 bis 16 Uhr im Raum 176 des Kreishauses, Barlachstraße 2, in Ratzeburg. Dort ist sie auch unter der Nummer 04541 / 888-493 telefonisch erreichbar.


Fest am Rathaus
Am Samstag, 22. Juni, findet ab 17 Uhr das Fest am Rathaus auf dem Rathausvorplatz, Hauptstraße 16 in Wentorf statt. Bevor DJ Buck mit abwechslungsreicher Musik zum Tanzen einlädt, eröffnet der Feuerwehr-Musikzug Wentorf-Börnsen die Veranstaltung. Für das leibliche Wohl sorgen die Feuerwehr Wentorf, der SC Wentorf, das DRK, Edeka Schulz sowie Roland Pump und Team der „Alten 16“.


Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf
Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 14 bis 16 Uhr, individuell, kostenfrei und unabhängig Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Lars Koßyk vom Pflegestützpunkt Im Kreis Herzogtum Lauenburg nimmt sich Zeit für vertrauliche Gespräche, berät zu den bestehenden Angeboten und unterstützt bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch erreichbar unter 04152 / 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de


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