Amt Hohe Elbgeest sucht weiter Wohnungen für Flüchtlinge

Foto: hfr
Pin It

 

Dassendorf (LOZ). Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Nicht nur in den Städten, auch in den Nachbarkommunen Hamburgs stehen wenige Mietwohnungen oder -häuser zur Verfügung. Trotzdem wendet sich das Amt Hohe Elbgeest nach einem ersten Aufruf im Oktober noch einmal an die Vermieter und Vermieterinnen im Amtsgebiet.

Werbung

„Wir sind für die bei uns teilweise seit 2015 lebenden Flüchtlinge dringend auf der Suche nach geeigneten, schlichten Wohnungen“, bittet Simone Kelling, Leiterin des Ordnungs- und Sozialamtes im Amt Hohe Elbgeest, um Unterstützung vor allem der privaten oder kommunalen Vermietenden. „Wir kennen diese Geflüchteten seit Monaten, meist Jahren und können viele guten Gewissens als Mieter und Mieterin empfehlen.“

Vor allem für Familien mit drei bis acht Personen werden einfach ausgestattete Wohnungen dringend benötigt. Sie leben aktuell in Amtswohnungen, die aber in den kommenden Monaten vermehrt für neue Schutzsuchende benötigt werden.

„Wir erwarten in den nächsten Wochen und Monaten vor allem Zuweisungen vom Land und Kreis von afghanischen Ortskräften, die meist mit Familie hierherkommen. Sie haben in ihrer Heimat unsere Bundeswehr unterstützt und sich dabei in Gefahr begeben. Jetzt brauchen sie unsere Hilfe und Unterkunft in Frieden und Demokratie.“ Auch durch die humanitäre Katastrophe an der Grenze zu Belarus werden weitere Asylsuchende erwartet.

Eine private Vermieterin aus Kröppelshagen möchten anderen Vermietenden Mut machen. Sie vermietet ihr Elternhaus seit 2018 an eine sechsköpfige Familie. „Ich kann nur Positives berichten. Mir begegnen meine Mieter mit so viel Herzlichkeit, das ist eine Freude. Einblicke in ihre Kultur bereichern auch mein Leben.“ Haus und Garten machen einen gepflegten Eindruck und bei einem Plausch mit Tee und Gebäck können aufkommende Fragen schnell geklärt werden.

Die monatlichen Mietzahlungen kommen ebenso pünktlich vom Jobcenter wie auch zu Mietbeginn die Kautionszahlung in Höhe von drei Kaltmieten. Die Kaution wird vom Jobcenter oder Sozialamt als Darlehen an die Mietenden ausgegeben.

Die Flüchtlinge sind seit ihrer Ankunft durch Integrationsbegleiter der AWO Interkulturell und von den gemeindlichen Helferkreisen unterstützt worden, die meist auch nach einem Umzug an der Seite der Flüchtlinge bleiben.

„Selbstverständlich werden wir die Flüchtlinge auf die neuen Mietverhältnisse mit umfassenden Informationen zu Themen wie Hausordnung oder Mülltrennung schulen, einige haben bereits einen Mietführerschein bei der AWO absolviert. Vieles ist ihnen aber auch bereits aus der täglichen Praxis bekannt, weil sie ja schon seit 2015 oder 2016 bei uns leben. Darum können wir ihnen bei Bedarf in einer Vorvermieter-Bescheinigung ihr tadelloses Mietverhalten bestätigen“, berichtet Simone Kelling. „Die Flüchtlinge unternehmen große Anstrengungen, um sich zu integrieren und Fuß zu fassen, zum Beispiel durch die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen, in den Kindertageseinrichtungen und Schulen, bei den jeweiligen Ausbildungs- und Arbeitsstätten und im Gemeindeleben in den Vereinen. Das selbstbestimmte Wohnen ist dann ein weiterer Schritt in Richtung Eigenständigkeit.“ Sprachkenntnisse sind ausreichend vorhanden. Das Amt Hohe Elbgeest ist gerne bereit bei den ersten Kontakten zwischen Mietenden und Vermietern zu vermitteln.

Vermieter, die sich für eine Vermietung von Haus oder Wohnung an Flüchtlinge interessieren, wenden sich mit ihrem Angebot gern an das Ordnungs- und Sozialamt. Dort steht Simone Kelling unter der Telefonnummer 04104 / 990 300 oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) zur Verfügung.

Kurznachrichten Amt Hohe Elbgeest


Änderung der Öffnungszeit Archiv Amt Hohe Elbgeest
Ab 3. Juni ist das Archiv des Amtes Hohe Elbgeest nicht mehr donnerstags, sondern montags ganztägig (9-12 und 14 bis 18) geöffnet. Wie gehabt, steht Dr. Schaefer für Informationen zur älteren oder jüngeren Geschichte von Amt und Gemeinden und auch für Fragen der Aktenlagerung und Schriftgutverwaltung zur Verfügung. In dringenden Fällen ist Dr. Schaefer an den anderen Wochentagen weiter unter l.schaefer@schwarzenbek.de oder 0172 / 408 02 57 erreichbar.


 

Die VHS Dassendorf informiert

Survival -  Skills für Mikroabenteuer
Er hat die kanadische Wildnis in der RTL plus Staffel „Alone – Überlebe die Wildnis“ überlebt. Lernen Sie im Sachsenwald bei Aumühle vom Survivalexperten Falk Otto Brune, sich in der Natur abseits der Pfade zu orientieren sowie grundlegende Survival-Techniken, um sich selbst helfen zu können bei kleinen und großen Naturabenteuern. Wie gwehe ich achtsam mit der Natur um, welche pflanzliche und tierische Nahrung finde ich im Wald, was benötige ich an Erste-Hilfe-Ausstattung, wie rufe ich im Notfall um Hilfe. Die Veranstaltung für die ganze Familie findet am Freitag, 26.04.24 von 15:30 – 19:30 Uhr statt und kostet 41,60 €. Bitte tragen sie dem Wetter angepasste lange Kleidung und feste Schuhe und bringen sich einen kleinen Snack und ein Getränk für eine Pause mit. Treffpunkt ist der S-Bahnhof Aumühle, Bahnhofstraße 2. 

Ein Frauentag - "me time"
Unter dem Motto "Wie wichtig bin ich mir" veranstaltet die psychologische und systemische Coachin Susanne Dabelstein einen Tag unter Frauen, an dem wir uns einmal in Ruhe Zeit für uns nehmen möchten. Behandelt werden das eigene Rollenverhalten, persönliche Werte, wichtige Lebensbereiche, Ressourcen, Selbst-Reflexion und zum Abschluss gibt es eine geführte Meditation mit Körperreise. Der Volkshochschulkurs findet am Samstag, 20.04. 24 von 9:30 – 16:30 Uhr in der Alten Sparkasse in Dassendorf, Sperberweg 4 statt und kostet 56,10 €. Bitte einen kleinen Snack, ein Getränk, Schreibzeug, warme Socken und Decke mitbringen.

Information und Anmeldung unter www.vhs-dassendorf.de, service@vhs-dassendorf.de oder Tel. 04104/ 699 146.

Text: Vhs Dassendorf e.V.

Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.