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Der Standort soll gestärkt werden

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Geesthacht (wre). Die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht (WVG) hatte sich im OberstadtTreff in Geesthacht getroffen, um über die Zukunft des Vereins, aber auch über den Standort Geesthacht zu diskutieren. Der eintägige Workshop wurde in zwei Arbeitskreise aufgeteilt. Ein dritter Arbeitskreis soll demnächst zusammenkommen. „Es wurde beim Workshop wirklich gute Arbeit geleistet“, zeigt sich der erste Vorsitzende Jürgen Wirobski zufrieden. Herausgekommen sind Anregungen für die nächsten Jahre. An Ideen mangelte es bei dem Treffen nicht. Ein Fazit, das Wirobski schon jetzt ziehen kann: „Geesthacht ist ein geiler Standort.“

Nicht ohne Stolz präsentierten heute Jürgen Wirobski, Dr. Christina Bischof-Deichnik, Stefan Manzke, Thomas Vagedes und Thorsten Mausch die Ergebnisse des Workshops in einem 14-seitigen Papier. Von aktuell 165 Mitgliedern nahmen 13 Personen am Workshop teil. Die auf dem ersten Blick geringe Anzahl ermöglichte aber ein intensives arbeiten. „Da kamen die richtigen Leute zusammen und haben gut zusammengearbeitet. Hilfreich war da auch die professionelle Moderation“, erklärt Stefan Manzke, „da sind die verschiedensten Charaktere aufeinandergetroffen und haben wunderbar Kooperiert.“ „Da herrschte es hohes Engagement mit hoher Konzentration“, ergänzt Jürgen Wirobski. Mit dem Workshop wollte man Themen angehen, bevor es zu spät ist. „In der Vergangenheit waren bereits einige Dinge gelaufen ehe sich darum gekümmert wurde, das wollen wir ändern“, so Wirobski.

Und vorgenommen hat sich die WVG eine ganze Menge. Der Workshop stand unter dem Motto „WVG 2020“, bis dahin will Wirobski erster Vorsitzender bleiben, wenn er auf der Jahreshauptversammlung im April für zwei weitere Jahre gewählt wird. „Dann ist aber Schluss, ich will aufhören bevor ich 70 bin“, so der engagierte Unternehmensberater. Einige Punkte auf der Arbeitsliste werden aber sich noch einige Jahre länger dauern, ehe sie komplett umgesetzt werden können.

Dabei ist das Ziel eigentlich recht schnell definiert. Geesthacht soll der beste und lebenswerteste Standort für Betriebe und Einwohner im Kreis, oder vielleicht auch sogar darüber hinaus, sein. „Dabei müssen wir den Unternehmen aber auch vermitteln, dass sie ebenfalls Verantwortung haben. Nur vor Ort zu sein reicht nicht mehr aus, sie müssen auch etwas geben, etwas für den Ort tun“, erklärt Christina Bischof-Deichnik. Und das ist auch das Zukunftsziel, nicht nur zufriedene Betriebsinhaber, auch die Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen. Davon würden dann auch wieder die Betriebe profitieren. Gerade im Zuge des Fachkräftemangels ist es wichtig im Konkurrenzkampf um Mitarbeiter bestehen zu können.

„Es gibt Studien, wo nachgewiesen ist, dass Mitarbeiter, die sich sozial in ihrem Ort engagieren, sich mehr verwurzelt fühlen“, erklärt Wirobski. So ist ein Ergebnis des Workshops, dass künftig mit dem OberstadtTreff das Ehrenamt ausgebaut werden soll. Idealerweise erfolgt eine Vermittlung durch die Betriebe. Ein weiterer Punkt ist der demografische Wandel. Es sollen sich sowohl ältere als auch jüngere Bürger in Geesthacht wohlfühlen. Um aber auch den Nachwuchs zu fördern, wurde ein Wirtschaftspreis ausgerufen. Dort wollen die Wirtschaftsverbände aus Geesthacht, Schwarzenbek, Büchen und Lauenburg einen Unternehmer auszeichnen, der gerade erst gegründet hat und dabei erfolgreich ist, oder der einen bereits bestehenden Betrieb übernommen hat. Die Veranstaltungsorte solle jeweils in den Städten abwechselnd erfolgen. Den Anfang wird Geesthacht in diesem Oktober machen.

„Wir wollen aber auch den ganzen Standort Geesthacht nach vorne bringen“, erklärt Christina Bischof-Deichnik. „Lüneburg und Bergedorf haben es zum Beispiel schon geschafft als Marke wahrgenommen zu werden. Das müssen wir für Geesthacht auch schaffen“, so Bischof-Deichnik. Dabei sieht sich aber nicht nur die WVG in der Verantwortung, auch soll Unterstützung aus dem Rathaus kommen, die bereits zugesagt ist.

Für die Entwicklung von neuen Gewerbeflächen will man auch über den Tellerrand sehen. „Es gilt sowohl kluge Entscheidungen und Nutzungen innerhalb der Stadt zu finden, aber auch die Nachbargemeinden sind wichtig“, so Wirobski. So war die WVG zwar schon immer ein Verein für „Geesthacht und Umgebung“, aber nun gibt es auch einen „Kümmerer“, der als Verbindung zwischen WVG und den Nachbarorten tätig ist.

Ein weiteres großes Thema ist die Digitalisierung. „Wir wollen eine Anlaufstelle als Mittler zwischen Bedarf und Wissen einrichten“, sagt Stefan Manzke. Gerade im Bereich der Digitalisierung gibt es großen Nachholbedarf. Es fehlt auf der einen Seite stellenweise am Wissen in den Betrieben, aber auch heute noch ist in vielen Unternehmern die Notwendigkeit der Digitalisierung nicht angekommen. Dort besteht die Gefahr „unsichtbar“ zu werden und von anderen Unternehmen überholt zu werden.

Wer sich für die Arbeit der WVG interessiert und sich mit den vielen weiteren Ergebnissen des Workshops auseinandersetzen möchte, findet weitere Informationen unter https://wvgeesthacht.de/

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